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Die Absolventenvermittler

Ein Professor und ein Absolvent der Hochschule haben eine Personalberatung gegrndet. Sie ist darauf spezialisiert, Hochschulabsolventen und junge Akademiker an Unternehmen zu vermitteln.

Wie eine perfekte Bewerbungsmappe aussehen muss, das kann Professor Toemmler-Stolze aus dem Effeff herunterbeten. Kein Wunder: Der Dekan des in Krefeld ansssigen Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Niederrhein hat, bevor er an die Hochschule kam, die Personalabteilung eines groen westflischen Unternehmens geleitet.

Jetzt lehrt er in Krefeld Personalmanagement. Toemmler-Stolze (55) kennt beide Seiten: Den Unternehmer, der Bewerbungsmappen liest, und den Studenten, der sie erstellt. Gute Vorraussetzungen um gemeinsam mit dem Diplom-Wirtschaftsingenieur Christian Richter, einem Absolventen der HN, in Dsseldorf eine Personalberatung und vermittlung zu grnden.

Die Idee entstand aus einem Angebot, das der Professor gemeinsam mit Christian Richter seit Jahren an der HN den Studenten macht. Weil Absolventen technischer Disziplinen nach Erfahrung der beiden grere Schwierigkeiten haben als andere, sich mit ihren Strken am Markt darzustellen, gehrt das Bewerbungstraining zu einem festen Bestandteil des Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen.

Da mittelstndische Betriebe in der Maschinenbau- und Elektrotechnikbranche hnderingend qualifizierte Nachwuchskrfte suchen, kamen Toemmler und Richter auf die Idee, diese Mitarbeiter unter den HN-Absolventen und den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen zu suchen. Seit Juni hat die junge Firma fnf Vermittlungen abgeschlossen.

Im Auftrag von Firmen wird das select if genannte Unternehmen ttig, um Fachkrfte zu suchen. Die Personalvermittlung und das Untenehmen handeln einen Termin aus, wann die Fachkraft gefunden sein muss. Und dann geht die Suche los. Da select if erfolgsabhngig arbeitet, zahlt das Unternehmen nur, wenn die junge Personalvermittlung- und beratung den geeigneten Kandidaten in der vereinbarten Zeit finden kann.

Wir haben den Ehrgeiz, innerhalb von vier, fnf Wochen die entsprechenden Fachkrfte zu finden, sagt Christian Richter.

Mund-zu-Mund-Propaganda, Recherche im Internet, Zugriff auf im Unternehmen erstellte Datenbanken helfen dem 26-jhrigen dabei, der nach dem Studium in die Personalberatungsbranche ging. Aber das Unternehmen geht auch den umgekehrten Weg: Junge Akademiker knnen sich bei der Firma melden, wenn sie eine Stelle suchen. Die mssen eine Eins-a-Mappe haben sagt Professor Toemmler. Hat die Mappe ein Manko, bekommt der Bewerber Hausaufgaben, wie er Schwachstellen beheben kann.

Wir knnen einschtzen, ob das klappt, sagt Christian Richter. Sieht das Unternehmen keine Chance, einen Bewerber zu vermitteln, wrden sie es dem Kandidaten auch sagen. Zudem bietet select if an, den Kandidaten bei seiner Bewerbung und Karriereplanung zu begleiten. Gegen Bezahlung, versteht sich. Wer eine Stelle gefunden hat, muss erst dann die Kosten begleichen. Professor Toemmler-Stolze glaubt, dass Unternehmen wie select if auch fr die Hochschule ein Vorteil sein knne. Hochschulen mssten immer strker um Studenten werben: Ein Gtekriterium der Hochschulen wird knftig sein, wie schnell deren Absolventen vermittelbar sind.





Pressemitteilung Rheinische Post, 15/12/2006