Absolventen im Fokus der Headhunter

Vom Hrsaal zum Headhunter: Im Kampf um den besten Nachwuchs spezialisieren sich Personalberater auf Uni-Absolventen.

Zeitung lesen, Anzeigen durchforsten und bndelweise Bewerbungen schreiben: Lange Zeit war die Stellensuche fr junge Akademiker nicht eben komfortabel. Heute ist es fr die Absolventen leichter geworden, einen gelungenen Berufseinstieg hinzulegen."Unternehmen, die im Kampf um die besten Nachwuchskrfte bestehen wollen, mssen ihren Aktionsradius beim Recruiting erweitern", sagt Karsten Toemmler-Stolze, Professor fr Personalwirtschaft an der Hochschule Niederrhein.

Lngst haben sich neben Zeitungsanzeigen auch Online-Brsen oder Firmen-Homepages bewhrt, um Bewerber auf die Unternehmen aufmerksam zu machen. Viele Betriebe setzen zudem auf externe Untersttzung und nutzen die Dienste von Personalberatungen. "Was bei Fach- und Fhrungskrften lngst Usus ist, setzt sich auch im Recruiting von Berufseinsteigern durch", so Toemmler-Stolze.

Vor zwei Jahren hat er seine eigene Personalberatung gegrndet: "Select if". Whrend herkmmliche Headhunter mit Absolventen meist wenig anfangen knnen und deren Vermittlung nebenbei erledigen, hat sich Select if auf Berufseinsteiger spezialisiert - und eine Marktnische entdeckt. "Viele Absolventen denken bei der Jobsuche an groe Namen wie BMW oder Siemens", sagt Christian Richter, Co-Grnder von Select if. Dabei bte der Mittelstand beste Chancen fr Einsteiger. "Durch unsere Vermittlung erhalten Bewerber Angebote, auf die sie sonst nie gestoen wren."

Wie gut sich das Konzept bewhrt, besttigen die Erfahrungen der Kunden. Andreas Faut ist Personalentwickler der Firma Weidmller, einem Hersteller fr elektrische Verbindungstechnik. Bis 2009 werden dort 200 neue Ingenieure bentigt. Fr das Recruiting setzt Weidmller neben den eigenen Kontakten auch auf externe Hilfe - wie die Absolventenvermittler aus Dsseldorf. Der Erfolg spricht fr sich. "Von den Bewerbern, die wir eingestellt haben, sind bis auf eine Ausnahme alle noch in Lohn und Brot", freut sich Personaler Faut. Das Ziel, die angehenden Fhrungskrfte lnger als die blichen zwei bis drei Jahre ans Unternehmen zu binden, hat seine Firma damit erreicht.





Pressemitteilung Junge Karriere, 01/04/2008